In Zeiten extremer Umweltverschmutzung beschäftigen sich immer mehr Menschen mit Nachhaltigkeit. Gerade in Familien mit kleinen Kindern macht die Ökobilanz oft keinen guten Schnitt. Nachhaltiges Familienleben ist nicht nur gut fürs Klima, sondern nimmt auch die Finanzen in den Blick. Daher haben wir einige Ideen, wie ihr innerhalb der Familie nachhaltiger werden könnt.
Essensreste nicht einfach wegschmeißen
Kennt ihr das? Zunächst ist der Hunger groß, aber nach wenigen Gabeln ist schon wieder Schluss? Was dann noch auf dem Teller liegt, wandert nicht selten ohne Umwege in die Biotonne. Lebensmittelverschwendung ist ein riesiges Thema, an dem private Haushalte in Deutschland einen enormen Anteil haben – ein überaus teures Vergnügen! Deswegen: Essensreste, insofern sie noch verwertbar sind, aufheben und nochmal zubereiten. Zusammen mit unverbrauchten Lebensmitteln lässt sich daraus meistens eine leckere Mahlzeit zaubern, ohne vorher einkaufen zu müssen.
Plastik so gut es geht vermeiden
Im Jahr produziert jeder Deutsche mehr als 200 kg Verpackungsmüll. Lebensmittel sollten daher möglichst unverpackt eingekauft werden, aber auch in anderen Bereichen des täglichen Lebens kann Plastik effizient vermieden werden. Dazu gehören u.a. Einwegkaffeebecher auf dem Weg zur Arbeit (selbst die Pappbecher sind nicht gerade umweltfreundlich), das in Plastiktüten oder Alufolie gepackte Pausenbrot für die Kinder oder das mittlerweile verbotene Plastikgeschirr. Bei Getränken kann ebenfalls auf Plastikflaschen verzichtet und lieber wiederverwendbare Wasserflaschen, u.a. von MyMepal,genutzt werden. Diese gibt es in allen Größen und Formen für Schule, Beruf und Alltag.
Fahrgemeinschaften statt Autokolonnen
Besprecht euch mit anderen Eltern, um den Weg zur Schule, zum Sport oder anderen Aktivitäten zu planen. Ökologisch ist es viel sinnvoller, wenn ein Auto mit mehreren Kindern unterwegs ist, als wenn alle Eltern mit dem eigenen Auto und je einem Kind vorfahren – das gibt dann zusätzlich auch das reinste Chaos auf dem Parkplatz.
Nicht nur auf niedrige Preise achten
Besonders bei Fleisch ist dies ein wichtiger Tipp. Denn extrem günstig produziertes Fleisch fördert Tierleid und kann hohe Qualität vielleicht versprechen, aber nicht halten. Selbiges gilt für Milchpreise sowie SB-Bäckereien, die sich mit immer günstigeren Preisen zu unterbieten versuchen. Wem hochwertige Alternativen zu teuer sind, kann immer noch selbst aktiv werden und beispielsweise Brot hin und wieder selbst backen.
Kinder mit in nachhaltige Entscheidungen einbeziehen
Die meisten Kinder sind von Natur aus neugierig und mit Spaß bei der Sache, wenn sie bei den Erwachsenen mitmischen dürfen. Klärt eure Kinder daher auf, warum ihr nachhaltiger leben wollt und welche Vorteile das mit sich bringt. Pflanzt gemeinsam ein Kräuter- oder Gemüsebeet und erntet dann gemeinsam die Früchte eures Erfolges.